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Non-skippable Ads: Wie nicht überspringbare Videoanzeigen im Online-Marketing funktionieren

Non-skippable Ads – also Videoanzeigen, die Nutzer:innen nicht überspringen können – sind ein mächtiges Tool für Markenaufbau, Reichweite und Sichtbarkeit. Auf Plattformen wie YouTube, TikTok oder in CTV-Umgebungen entfalten sie ihre volle Wirkung, weil sie die volle Aufmerksamkeit der Zielgruppe für 6, 15 oder sogar 20 Sekunden binden. Doch wie funktionieren Non-skippable Ads technisch? Welche Formate und Strategien gibt es? Wie messe ich den Erfolg – und wie verhindere ich, dass die Zielgruppe genervt abschaltet? In diesem Glossartext erhältst du einen vollständigen Überblick – mit klaren Handlungsempfehlungen, Bildideen und Use Cases.


Was sind Non-skippable Ads und wie funktionieren sie?

Non-skippable Ads sind Videoanzeigen, die während eines Videos abgespielt werden und nicht vorzeitig übersprungen werden können. Nutzer:innen müssen sie vollständig ansehen, bevor der gewünschte Content startet oder fortgesetzt wird.

Definition & Funktionsweise

  • Ein Non-skippable Ad ist ein festes Videospot-Format, das typischerweise 6 bis 15 oder 20 Sekunden lang ist.
  • Es erscheint vor (Pre-Roll), in (Mid-Roll) oder nach (Post-Roll) dem eigentlichen Content.
  • Die Anzeige wird serverseitig mit dem Video verbunden und ist nicht per Klick überspringbar.

→ Im Gegensatz zu Skippable Ads (z. B. YouTube TrueView) bleibt der Spot vollständig sichtbar – ideal für garantierte Markenplatzierungen.

Unterschiede zu skippable Ads

MerkmalNon-skippable AdSkippable Ad (TrueView)
Länge6–20 Sekunden5 Sek. Mindestdauer, unbegrenzte Länge
Überspringbar?NeinJa, meist nach 5 Sekunden
Abrechnungpro 1000 Impressions (CPM)pro Ansicht (CPV) bei >30 Sekunden
WirkungAufmerksamkeit gesicherthöhere Abbruchrate, dafür freiwilliger

Ad-Länge & Formate

  • Bumper Ad: 6 Sekunden (nicht skippbar, ideal für Branding)
  • 15-Sekunden-Spot: YouTube, TikTok, CTV-Formate
  • 20-Sekunden-Spot: in manchen Märkten und auf bestimmten Plattformen erlaubt
  • Typ: In-Stream Ad (wird im Player selbst ausgespielt)

Wo werden Non-skippable Ads ausgespielt? YouTube, CTV & Social Media im Vergleich

Non-skippable Ads sind auf vielen Plattformen im Einsatz – jeweils angepasst an Zielgruppe, Formatlogik und Nutzerverhalten.

YouTube & Google Video Network

  • YouTube bietet 6s Bumper Ads und 15s Non-skippable In-Stream Ads
  • Buchbar über Google Ads mit Zielgruppen-Targeting
  • Placements:
    • Pre-Roll (am Videoanfang)
    • Mid-Roll (bei Videos >10 Minuten)
  • Auch im Google Display-Netzwerk über eingebettete Videos sichtbar

→ Vorteile: Hohe Reichweite, präzises Targeting, großes Inventar

Social Media (TikTok, Facebook, Instagram)

  • TikTok: Unskippable TopView Ads (bis zu 15 Sek.), direkt beim App-Start
  • Meta (Facebook/Instagram):
    • Non-skippable Videoanzeigen in Stories & Reels
    • Meist kürzer (5–15 Sekunden), auf Sound & Bild fokussiert

→ Relevanz stark wachsend, vor allem bei jüngeren Zielgruppen

Streaming-Plattformen & CTV (Connected TV)

  • Non-skippable Ads auf Plattformen wie:
    • Pluto TV
    • Amazon Freevee
    • RTL+
    • Zattoo
  • Formate:
    • 15–30 Sekunden In-Stream Ads
    • Platzierung innerhalb von Serien, Filmen oder Livesport
  • Im CTV-Umfeld oft höhere Completion Rates (>90 %)

Welche Formate gibt es bei Non-skippable Ads?

Non-skippable Ads gibt es in verschiedenen Formaten und Längen, abhängig von Plattform, Ziel und Nutzerkontext.

6-Sekunden Bumper Ads

  • Ultrakurzformat (max. 6 Sekunden)
  • Nicht skippbar, für schnelle Markenbotschaften
  • Ideal für Mobile, TikTok, Reels, YouTube
  • Storytelling auf einem Bildsatz oder Schlagwortniveau

→ Hohe Reichweite + minimale Irritation

15/20 Sekunden Pre-Rolls

  • Klassisches Format auf YouTube & CTV
  • Mehr Raum für Markenbotschaft, Musik, visuelle Identität
  • Ideal bei Kampagnen mit hohem Branding-Fokus
  • Abrechnung nach CPM (nicht View-abhängig)

Mid-Rolls und In-Stream-Formate

  • Mid-Roll Ads: bei längeren Videos in der Mitte eingebettet
  • Post-Roll Ads: nach Content (eher selten)
  • In-Stream-Werbung: „im Fluss“ der Inhalte, eingebettet im Videoplayer

→ Mid-Rolls haben oft bessere Completion Rates als Pre-Rolls



Wie wirken Non-skippable Ads auf Nutzer:innen?

Nicht überspringbare Videoanzeigen garantieren Aufmerksamkeit – doch sie bergen auch Risiken. Wie sie wirken, hängt von Gestaltung, Platzierung und Zielgruppe ab.

Aufmerksamkeit & Viewability

  • 100 % Viewability: Anzeige wird vollständig gesehen – Voraussetzung für Markenwahrnehmung
  • Kein Skip-Button = erzwungene Aufmerksamkeit, ideal für Branding-Ziele
  • Höhere Chance auf:
    • Markenerinnerung
    • Logo Recognition
    • Botschaftsverankerung

→ Besonders wirksam bei häufiger Wiederholung in kurzer Zeit (Frequency)

Werbeerinnerung & Branding-Effekt

Studien zeigen:

  • Non-skippable Ads erzielen bis zu 70 % höhere Ad Recall-Werte als skippable Formate
  • Auch die Kaufabsicht steigt messbar, wenn eine Marke durchgängig sichtbar bleibt
  • Besonders bei kurzen Formaten (6–15 Sekunden) steigt der Brand Lift, wenn CTA klar und visuell dominant ist

Irritationspotenzial

  • Gefahr: Ad Fatigue – besonders bei häufiger Wiederholung
  • Kritische Faktoren:
    • fehlender Mehrwert
    • schlechte Produktion
    • unpassende Platzierung (z. B. vor sensiblen Inhalten)
  • Lösung: Frequency Capping und relevanter Content

Wie funktioniert das Targeting bei Non-skippable Videoanzeigen?

Ohne sauberes Targeting laufen auch die besten Non-skippable Ads ins Leere. Zum Glück bieten Plattformen heute hochdifferenzierte Steuerungsmöglichkeiten.

Zielgruppen-Targeting

  • Demografische Merkmale:
    • Alter, Geschlecht, Bildung
    • Standort (z. B. Bundesland, PLZ)
  • Interessen & Verhalten:
    • z. B. Sport, Reisen, Tech
  • Remarketing: Wiederansprache bekannter Besucher:innen oder Käufer:innen

→ Besonders stark bei Google Ads & YouTube

Kontextuelles vs. demografisches Targeting

Targeting-TypBeschreibungBeispiel
KontextuellAusspielung basierend auf Videoinhaltz. B. Food-Ad vor Kochvideo
DemografischZielgruppe nach Alter, Geschlecht etc.z. B. 18–34, männlich, urban

→ Kombination beider Strategien liefert die besten Ergebnisse

Frequenzsteuerung

  • Frequency Cap: Wie oft eine Ad pro Person pro Woche angezeigt wird
  • Vorteil:
    • weniger Irritation
    • gezieltes Branding statt Overexposure
  • Empfehlung: max. 3–4 Einblendungen pro Woche pro Person

Wann machen Non-skippable Ads strategisch Sinn?

Nicht überspringbare Anzeigen eignen sich nicht für jede Kampagne – dafür umso besser für Branding- und Awareness-Ziele, bei denen Reichweite und Sichtkontakt entscheidend sind.

Awareness-Kampagnen

  • Hoher Wiedererkennungswert dank gezwungener Sichtbarkeit
  • Optimal für:
    • Markteinführungen
    • Rebranding
    • Sponsoring-Kampagnen
  • Plattform: YouTube, TikTok, CTV

→ Non-skippable Ads = garantierte Botschaftsplatzierung

Produktlaunches

  • Produkteinführungen mit visuellem Aha-Effekt funktionieren besonders gut
  • 6s oder 15s Format mit:
    • Logo
    • USP
    • CTA am Ende

→ Vorteil: 100 % sichtbare Kernbotschaft vor Konkurrenz-Clutter

Markenimage-Kampagnen

  • Ziel: Markenwerte, Identität und Haltung vermitteln
  • Ideal bei:
    • CTV-Kampagnen
    • Imagebildung über Social Media Video
  • Beispiel: Nachhaltigkeitsinitiative, Diversity-Statements, Employer Branding



Wie unterscheiden sich Non-skippable Ads von anderen Videoanzeigen?

Non-skippable Ads sind nur eines von mehreren In-Stream-Videoformaten. Der gezielte Vergleich hilft dabei, den richtigen Mix für Kampagnenziele zu wählen.

Skippable vs. Non-skippable

MerkmalSkippable Ads (TrueView)Non-skippable Ads
Längeab 12 Sekunden (nach 5 s überspringbar)6–15 Sekunden (nicht überspringbar)
AbrechnungCost-per-View (CPV)Cost-per-Mille (CPM)
Engagementhöher, da freiwilliggarantiert, aber oft kürzeres Engagement
Brand Controlweniger Kontrolle über View-Completionvollständige Sichtbarkeit

Bumper Ads vs. TrueView

  • Bumper Ads:
    • 6 Sekunden, non-skippable, hohe Reichweite
    • Ideal für Mobile, Awareness
  • TrueView:
    • skippable, besser für Interaktion & Conversion
    • Nutzer:innen entscheiden selbst, ob sie schauen

→ Empfehlung: Kombination aus beiden für kompletten Funnel

Pre-Roll vs. Mid-Roll

  • Pre-Roll: hohe Sichtbarkeit, aber ggf. höhere Irritation
  • Mid-Roll: bei langen Videos – höhere Completion Rate, „angekündigt“
  • Post-Roll: schwächste Performance, eher für Retargeting geeignet

Wie misst man den Erfolg von Non-skippable Ads?

Auch ohne Klick-Möglichkeit bieten Non-skippable Ads zahlreiche Metriken zur Erfolgsmessung – von Sichtbarkeit bis Markenwirkung.

View-Through-Rate (VTR)

  • Verhältnis: Wie viele Nutzer:innen haben die Ad vollständig gesehen?
  • Zielwert: > 85 % bei 15s Ads, > 95 % bei Bumper Ads
  • YouTube & CTV bieten VTR standardmäßig im Reporting

Completion Rate

  • Prozentualer Anteil aller User, die das Video bis zum Ende geschaut haben
  • Bei Non-skippable Ads meist sehr hoch (>90 %)
  • Wichtig für Branding- und Awareness-Bewertung

Brand Lift & Engagement-Metriken

  • Brand Lift-Studien (z. B. YouTube Surveys) messen:
    • Werbeerinnerung
    • Markenassoziationen
    • Kaufabsicht
  • Zusätzliche KPIs:
    • Impressionen
    • Frequenz
    • „Ad recall lift“ (Frage: „Haben Sie diese Werbung gesehen?“)

Wie produziert man effektive Non-skippable Ads? Kreative Best Practices

Der Erfolg einer Non-skippable Ad hängt maßgeblich von Konzeption, Schnitt und Storytelling ab – denn du hast nur wenige Sekunden Zeit, um zu überzeugen.

Einstieg in den ersten 3 Sekunden

  • „Hook“ = visuell & auditiv auffällig starten
  • Kein Logo-Intro – direkt zur Sache!
  • Beispiel: statt „Wir sind XY GmbH“ lieber: „Wussten Sie, dass…?“

Storytelling im Kurzformat

  • Klare Struktur:
    1. Problem/Frage aufwerfen
    2. Lösung/Produkt zeigen
    3. Marke verankern
  • Textarme, bildstarke Gestaltung mit Musik oder Voice-over

→ Besonders wichtig bei 6–15 Sekunden-Formaten

Call-to-Action im Video

  • CTA sichtbar & verständlich einbauen
  • Möglich:
    • Logo + Website
    • „Jetzt testen“
    • QR-Code bei CTV
  • Kein „Jetzt klicken“ – sondern „Jetzt entdecken“ oder „App öffnen“

Die Welt der Videoanzeigen entwickelt sich rasant – auch bei Non-skippable Ads gibt es technische und kreative Innovationen.

KI-generierte Videoanzeigen

  • Automatische Generierung von:
    • Skripts
    • Schnitt
    • Animationen
  • Tools wie Pencil, Lumen5, Synthesia im Einsatz
  • Schnellere Produktion, kosteneffizient für Tests

Interaktive Elemente in Video-Ads

  • Neue Ad-Formate erlauben Interaktion trotz Non-skippable Charakter:
    • Infofelder
    • Swipe-Up
    • Produktverlinkung (z. B. Shoppable Video)

→ Einsatz v. a. in Apps & CTV, steigert Engagement & Messbarkeit

Akzeptanz & Ad Fatigue bei Usern

  • Studien zeigen: Zu viele Non-skippable Ads = sinkende Markensympathie
  • Lösung:
    • abwechslungsreiche Formate
    • Frequency Capping
    • humorvolle, kreative Umsetzung

🚀 So setzt du Non-skippable Ads erfolgreich ein

Non-skippable Ads bieten garantierte Aufmerksamkeit – aber nur, wenn sie smart geplant und hochwertig umgesetzt werden. Ob als Bumper-Ad, Pre-Roll oder CTV-Platzierung: Wer Wirkung will, muss Strategie, Zielgruppe und kreative Umsetzung miteinander verzahnen.

✅ Deine nächsten Schritte:

  1. Wähle die passende Plattform für deine Zielgruppe (YouTube, TikTok, CTV)
  2. Entscheide dich für das optimale Format (6s, 15s, Mid-Roll etc.)
  3. Konzipiere dein Video nach dem Prinzip: Hook – Kernbotschaft – CTA
  4. Setze Targeting & Frequency Caps richtig ein
  5. Miss Erfolg mit VTR, Brand Lift & Completion Rate
  6. Teste regelmäßig neue kreative Ansätze – und bleib unterhaltsam!

💡 Fazit: Non-skippable Ads funktionieren – wenn sie kurz, relevant und kreativ sind. Wer den User respektiert und überrascht, gewinnt Aufmerksamkeit UND Sympathie.