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Auth-Code (AuthInfo): Was er ist und wie du ihn für den Domainumzug bekommst

Der Auth-Code ist das Passwort deiner Domain. Er beweist gegenüber der Registrierungsstelle, dass ein Umzug wirklich vom Inhaber gewollt ist, und ohne ihn zieht keine Domain zu einem anderen Anbieter um. Je nach Anbieter heißt er AuthInfo, Autorisierungscode, EPP-Code oder Transfer Key. Gemeint ist immer dasselbe.


Was ist ein Auth-Code?

Wenn du eine Domain von Anbieter A zu Anbieter B umziehen willst, muss die Registrierungsstelle (bei .de die DENIC, bei .com die zuständige Registry) sicher wissen: Der Umzug kommt vom rechtmäßigen Inhaber, nicht von jemandem, der sich die Domain unter den Nagel reißen will.

Genau dafür gibt es den Auth-Code. Er wird beim abgebenden Anbieter erzeugt und dem aufnehmenden Anbieter vorgelegt. Passt er, wandert die Domain. Passt er nicht, passiert nichts.

  • Er gehört zu genau einer Domain. Zehn Domains umziehen heißt zehn Codes anfordern.
  • Er ist zeitlich begrenzt. Bei .de verfällt die AuthInfo nach 30 Tagen automatisch und muss neu angefordert werden. Andere Anbieter setzen teils kürzere Fristen.
  • Er ist ein Geheimnis. Wer ihn hat, kann den Umzug anstoßen. Behandle ihn wie ein Passwort und schick ihn nicht unverschlüsselt durch die Gegend.

Bei .de-Domains ist das Verfahren besonders sauber gelöst: Die AuthInfo ist 8 bis 16 Zeichen lang, und die DENIC speichert davon nur den Hash, also nicht das Passwort selbst. Selbst die Registrierungsstelle kennt deinen Code im Klartext nicht.

So läuft ein Domainumzug ab

  1. Transfer-Sperre aufheben. Viele Anbieter sperren Domains standardmäßig gegen Umzüge. Solange die Sperre aktiv ist, scheitert jeder Transfer. Manchmal bekommst du nicht einmal den Code.
  2. Auth-Code beim alten Anbieter anfordern. Je nach Anbieter siehst du ihn sofort im Kundenkonto, oder er kommt per E-Mail an die hinterlegte Inhaber-Adresse.
  3. Code beim neuen Anbieter eingeben. Meist direkt im Bestellprozess der Domain.
  4. Bestätigen und warten. Bei .de geht der Wechsel praktisch sofort. Bei .com und Konsorten dauert es bis zu fünf Tage, weil der alte Anbieter eine Einspruchsfrist hat.

Wo du den Auth-Code bei den gängigen Anbietern bekommst

Die Wege unterscheiden sich deutlich. Sie reichen von zwei Klicks bis zu „Formular ausfüllen und drei Tage warten".

  • IONOS: Im Bereich Domains die Seite Verlängerung & Transfer öffnen, Domain wählen, Autorisierungscode anzeigen. Der Code wird bei der Registrierungsstelle abgefragt, das kann ein paar Minuten dauern. → Anleitung bei IONOS
  • STRATO: In der Domainübersicht rechts neben der Domain Authcode anfordern. Der Code kommt nicht sofort, sondern innerhalb von 24 Stunden per E-Mail an den Domaininhaber. → Anleitung bei STRATO
  • united-domains: Läuft über ein Providerwechsel-Formular; den Code bekommst du anschließend per E-Mail. Plane rund drei Werktage ein. → Anleitung bei united-domains
  • GoDaddy: Im Domain Control Center die Domain wählen, unter Zusätzliche Einstellungen auf Domain von GoDaddy wegtransferieren. Bei aktivem Domain-Schutz kommt noch eine Identitätsprüfung per SMS oder E-Mail dazu. → Anleitung bei GoDaddy
  • Cloudflare Registrar: Unter Manage Domains die Domain auf Manage öffnen, dann Configuration → Unlock. Cloudflare nennt den Code teils EPP. → Anleitung bei Cloudflare

Anbieter bauen ihre Oberflächen regelmäßig um. Findest du den Punkt nicht, suche im Hilfebereich nach „Auth-Code", „AuthInfo" oder „Providerwechsel". Die Begriffe sind stabiler als die Menüs.

Die vier Stolpersteine, an denen Umzüge scheitern

  • Die 60-Tage-Sperre. Nach einer Neuregistrierung, nach einem vorherigen Umzug und nach einer Änderung der Inhaberdaten sind Domains wie .com, .net, .org oder .info 60 Tage lang gesperrt, so schreibt es die ICANN vor. Den Code bekommst du meist trotzdem, den Transfer nicht.
  • Veraltete Inhaber-E-Mail. Der Code geht an die Adresse, die in den Domaindaten steht. Ist das noch die Mail eines ausgeschiedenen Mitarbeiters oder der alten Agentur, landet er dort. Vorher prüfen und gegebenenfalls aktualisieren. Aber Achtung: Eine Änderung der Inhaberdaten kann selbst wieder die 60-Tage-Sperre auslösen.
  • Abgelaufener Code. 30 Tage klingen lang, reichen aber nicht, wenn der Umzug zwischen zwei Dienstleistern hängt. Fordere den Code erst an, wenn der neue Anbieter bereitsteht.
  • Der Umzug nimmt Inhalte mit ins Grab. Bei manchen Anbietern hängen Webspace, Postfächer und Subdomains am Domainvertrag. Zieht die Domain um, ist der Rest weg. Erst das Hosting umziehen, dann die Domain.

Auth-Code ist nicht gleich Inhaberwechsel

Zwei Dinge, die gern verwechselt werden: Der Providerwechsel ändert nur, wer die Domain technisch verwaltet, dafür genügt der Auth-Code. Der Inhaberwechsel ändert, wem die Domain rechtlich gehört, und ist ein eigenes Verfahren mit Zustimmung beider Seiten.

Für Unternehmen ist die zweite Frage die wichtigere: Steht in den Domaindaten deine Firma, oder die Agentur, die vor sechs Jahren die Website gebaut hat? Im zweiten Fall gehört dir die Domain nicht, egal wer sie bezahlt. Das merkt man erfahrungsgemäß genau dann, wenn die Zusammenarbeit schon nicht mehr die beste ist.

Kurz gesagt

Der Auth-Code ist ein zeitlich begrenztes Passwort für genau eine Domain, das beim alten Anbieter angefordert und beim neuen eingegeben wird. Der Code selbst ist selten das Problem. Sperrfristen, veraltete Inhaber-E-Mails und die Reihenfolge von Hosting- und Domainumzug sind es.

Wenn du einen Umzug planst und dir unsicher bist, in welcher Reihenfolge was passieren muss: Sprich uns an. Wir machen das regelmäßig und wissen, wo es klemmt.